Wissenschaftliche Erforschung des HUMM®-Persönlichkeitsmodells durch Doncaster Humm und Guy Wadsworth

Das HUMM®-Persönlichkeitsmodell wird heute vor allem von psychologischen Laien eingesetzt, um das Gegenüber in einem ganz alltäglichen Gespräch zuverlässiger einzuschätzen und um besser kommunizieren zu können. Doch das war nicht immer so. Ursprünglich wurde das HUMM® anders angewendet und auch seine Wurzeln liegen in einem ganz anderen Bereich.

Die HUMM®-Historie im Überblick

  • Väter des HUMM®: Doncaster Humm und Guy Wadsworth
  • 1935 erste akademische Veröffentlichung zum HUMM®
  • Anwendungsstart als Persönlichkeitstest in den USA
  • In Assessment-Centern auf schnelle und zuverlässige Einschätzungen im Alltag ausgerichtet
  • Training von Verkäufern und Führungskräften in Australien ab den 50er-Jahren
  • Durch Carlo Düllings seit 2011 in Deutschland verfügbar

Doncaster Humm und Guy Wadsworth suchen nach einer Methode, um passende Mitarbeiter zu finden

Guy Wadsworth, Personalvorstand eines Gasunternehmens, fragte sich eines Tages in den frühen 30er-Jahren, welche seiner Mitarbeiter besonders produktiv waren und warum sie erfolgreicher waren als andere. Er tat sich mit dem Psychologen Doncaster Humm zusammen und gemeinsam begannen sie, den Fragen auf den Grund zu gehen. Sie interviewten eine Vielzahl an Mitarbeitern und fanden schnell heraus, dass der Charakter ein wesentlicher Erfolgsfaktor war.

Doch wie kann man Charakter messen? Sie nutzten die damals verfügbaren Persönlichkeitstests, konnten jedoch keine passenden Ergebnisse oder Erklärungen finden. Konnte man den Charakter irgendwie zutreffender beschreiben? Humm und Wadsworth experimentierten mit einer Vielzahl an Konzepten, Theorien und Modellen aus der Persönlichkeitsforschung. Mit dem Ansatz von Aaron Rosanoff erzielten sie die besten Resultate. Allerdings reichte ihnen die Qualität immer noch nicht aus, so dass sie Rosanoffs Persönlichkeitsmodell als Inspiration nutzten, um ihr eigenes Persönlichkeitsmodell zu entwickeln: das HUMM®-Persönlichkeitsmodell.

Aaron Rosanoffs Persönlichkeitstheorie inspiriert zum HUMM®

Aaron Rosanoff war klinischer Psychologe und Psychiater, der sich in seiner Karriere intensiv mit psychischen Störungen beschäftigt hat. 1920 veröffentlichte er im Psychological Bulletin den Aufsatz „A Theory of Personality Based Mainly on Psychiatric Experience“. In seinem Artikel untersucht Rosanoff eine Vielzahl wissenschaftlicher Veröffentlichungen und fasst deren fallstudienbasierte Beschreibungen zu insgesamt 4 geistigen Störungen zusammen:

  • Antisoziale Persönlichkeitsstörung
  • Zyklothymia (entspricht in etwa der manisch-depressiven Erkrankung)
  • Schizoide Persönlichkeitsstörung (anfangs nur Autismus)
  • Epilepsie

Als moderierenden Einfluss identifizierte er das „Normal“, eine Komponente, die im Wesentlichen frei von mentalen Störungen ist. Die Stärke des Normals entscheidet auch über die Anpassungsfähigkeit an gesellschaftliche Werte. Menschen mit einem sehr hohen Normal können wie konservative und spießige Prinzipienreiter wirken. Menschen die über ein nur sehr schwach ausgeprägtes Normal verfügen, halten sich häufig nicht an Regeln und Konventionen, so dass sie im Extremfall als verrückt gelten oder gegen Gesetze verstoßen.

Rosanoff beschreibt diese 5 Charakter-Dimensionen als Temperamente, also als über lange Zeiträume stabile Neigungen zu bestimmten Denk- und Verhaltensweisen. In seiner Systematik treten die einzelnen Charakterkomponenten in der Regel in Kombination und nicht in Reinform auf.

Humm und Wadsworth probierten, Rosanoffs Ansatz auf geistig gesunde Menschen zu übertragen. Teilweise konnten sie die von ihnen beobachteten Zusammenhänge mit dem Modell sehr gut erklären. Teilweise waren die Ergebnisse jedoch nicht ganz eindeutig. Daher entschieden sie, ein völlig neues Persönlichkeitsmodell zu entwickeln.

Das HUMM®-Persönlichkeitsmodell

1935 veröffentlichten Humm und Wadsworth im American Journal of Psychiatry den ersten wissenschaftlichen Artikel zum HUMM®: „The Humm-Wadsworth Temperament Scale“. Grundlage war eine Untersuchung von mehr als 400 Teilnehmern mit einem umfangreichen und detaillierten Fragebogen, der sich im Anhang der verlinkten Studie befindet. Die Ergebnisdaten wurden mathematisch verdichtet: von den Verhaltens- und Denkweisen über die Charaktereigenschaften bis zu den Kernbedürfnissen und den insgesamt 7 finalen Persönlichkeitstypen des HUMM®.

Persönlichkeitstypen

HUMM®-Persönlichkeitstypen und Kernbedürfnisse

Hier können Sie sich ausführlich über die Persönlichkeitstypen des HUMM® informieren.

Verbreitung des HUMM®-Persönlichkeitsmodells

In den 40er-Jahren wurden mit dem HUMM® über 2 Millionen Bewerber analysiert, um deren Eignung als Mitarbeiter festzustellen. Zunächst ausschließlich in den USA, wo es später durch genauere Persönlichkeitstests verdrängt wurde. In Australien wurde es ab den 50er-Jahren verstärkt auch in Assessment-Centern eingesetzt. Aus der Kombination von persönlichem Eindruck und Testergebnissen wird das HUMM® hier nach wie vor zur Beurteilung von Bewerbern und Mitarbeitern eingesetzt.

In Australien wurde das HUMM® auch zum ersten Mal für psychologische Laien nutzbar gemacht. In den Assessment-Centern hatten Personaldienstleister gelernt, wie sich die Persönlichkeitstypen anhand von Kleidung, Auftreten, Sprache und anderen Merkmalen schnell erkennen ließen. Dieses Wissen gaben sie an Verkäufer und Führungskräfte weiter. Während einer beruflichen Tätigkeit in Sydney lernte unser Empathie-Trainer Carlo Düllings 2010 das HUMM® kennen. 2011 brachte er dieses Wissen mit nach Deutschland zurück und gibt es seitdem in Vorträgen, Seminare und Coachings an seine Kunden weiter.

Vorteile des HUMM®-Persönlichkeitsmodells

  • Bestes Persönlichkeitsmodell für mehr Empathie und Emotionale Intelligenz im Alltag
  • Empathie durch analytisch-rationale Technik, die vor allem kognitive Empathie trainiert
  • Ideale Kombination aus Tiefe und Vereinfachung durch modularen Aufbau
  • Ganzheitliches und konstantes Persönlichkeitsprofil der Temperamente
  • Wissenschaftlich fundiert
  • Kein Vorwissen notwendig
  • Anwendung während eines Gesprächs, ohne Persönlichkeitstest möglich
  • Leicht und schnell lernbar
  • Besonders hohe Praxisorientierung und Alltagstauglichkeit

Hier erfahren Sie, wie genau sich die Vorteile des HUMM®-Persönlichkeitsmodells ergeben und bei der Anwendung bemerkbar machen.

Nutzen jetzt auch Sie das HUMM®- Persönlichkeitsmodell für mehr Empathie

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